Hochschularbeit
| Andreas Fitze: | Die Stuck-Emporenbrüstung der St.Vitus-Kirche in Kloster Gröningen - Erarbeitung eines Erhaltungskonzeptes | Zurück |
| Sprache: | Original - Übersetzung | |
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| Zusammenfassung: | Seit ungefähr 120 Jahren schmückt der Gipsabguss einer romanischen Stuckbrüstung die Westempore der St.Vitus Kirche in Kloster Gröningen. Das figürliche Relief ist Teil einer Weltengerichts-Ikonografie, welche unterhalb des Bildwerkes als Wandmalerei fortgeführt worden ist. Da die Kirche seit dem 16. Jahrhundert zunehmends verfällt, scheint Anfang des 20. Jahrhunderts eine Konservierung der romanischen Brüstung in situ nicht möglich. So wird der Ausbau und die Translozierung des Objektes in das ehemalige Kaiser-Friedrich-Museum (heute das Bodemuseum) in Berlin beschlossen. Im Gegenzug erhält die Kirchengemeinde einen ergänzten Abguss, welcher 1902 in der charlottenburger Gipsformerei angefertigt und in der Kirche verbaut und farbig gefasst wird. Die ehemalige Klosterkirche stellt in ihrem heutigen Bestand eine auf Lang- und Quer- haus reduzierte dreischiffige Basilika dar. Das Bauwerk liegt an der Straße der Romanik, einer touristischen Reiseroute durch Sachsen-Anhalt. Nachdem die Kirche seit einigen Jahren nicht mehr genutzt wird, finden jedoch kaum Besuche statt. Dies führt zu einer Vernachlässigung der Ausstattung, welche mit einer starken Staubschicht bedeckt ist. Der Abguss erweist sich als weitestgehend unerforscht. Weder die genaue Herstellungs- technologie noch die geschichtliche Rezeption ist aufgearbeitet worden. Bestand und Zustand sind mindestens seit 2017, wahrscheinlich aber seit dem Einbau 1902 nicht erfasst worden. Um diese Forschungslücke zu schließen, wird die Arbeit am Objekt mit einer Recher- che in Archiven ergänzt. Ziel dieser Arbeit ist es, ein Konservierungskonzept für den Abguss zu erstellen. Dazu wird das Objekt phänomenologisch untersucht, sodass Be- und Zustand erfasst werden können. Weiterhin soll die Objektgeschichte aufgearbeitet werden, um die Phänomene zu erklären. Anhand von Probeflächen soll die Durchführ- barkeit von notwendigen Konservierungsmaßnahmen evaluiert werden. Die oftmals getroffene, fälschliche Annahme, Abgüsse seien bloße Kopien und damit minderwertiger als “Das Original”, soll durch Anführen der anspruchsvollen und oft- mals zeitaufwändigen Herstellung eines Abgusses revidiert werden. Dadurch wird sich erhofft, ein gesteigertes Bewusstsein für das bisher weniger beachtete Objekt zu erzie- len. |
| Schlagworte: | Gipsabguss, Herstellungstechnologie, Erhaltungskonzept, Konservierungskonzept |
| Inhalt: | Objektidentifikation 1 Einleitung, Zielsetzung 2 Forschungsstand 3 Methodik und Dokumentation 3.1 Archivrecherche 3.2 Besuch der Gipsformerei in Charlottenburg 3.3 Studium und Untersuchung der romanischen Brüstung 3.4 Objektuntersuchung 4 Objektbeschreibung und Ikonografie 5 Objektgeschichte 5.1 Objekt- und Nutzungsgeschichte 5.2 Konservierungs- und Restaurierungsgeschichte 5.3 Historische Fotografien und Abbildungen 6 Kunst- und Kulturhistorische Einordnung 6.1 Rezeption des Abgusses der Emporenbrüstung 6.2 Bestrebungen zur Relozierung der romanischen Brüstung 7 Herstellungstechnologie 7.1 Vorbehandlung des abzuformenden Objektes 7.2 Anfertigung der Leimformen 7.3 Herstellung des Abgusses 7.4 Ergänzung der Fehlstellen 7.5 Konstruktion der Stuckbrüstung 7.6 Farbliche Gestaltung 7.7 Problematik der Leimabformung 8 Bestandserfassung 8.1 Bestand Träger 8.1.1 Ursprünglicher Bestand 8.1.2 Gewachsener Bestand 8.2 Bestand Malschicht 8.2.1 Ursprünglicher Bestand 8.2.2 Gewachsener Bestand 8.3 Bestandsglossare 8.3.1 Bestandsglossar Träger 8.3.2 Bestandsglossar Malschicht 9 Zustandserfassung 9.1 Zustand Träger 9.2 Zustand Malschicht 9.3 Zustandsglossar 9.3.1 Zustandsglossar Träger 9.3.2 Zustandsglossar Malschicht 10 Durchgeführte Maßnahmen 10.1 Klimaerfassung und -auswertung 10.2 Multispektralanalyse 10.3 Beprobung der Fassung auf einen Kohäsionsverlust 10.4 Tropfentests zur Wasserraufnahme 10.5 Lösemitteltests 10.6 Trockene Reinigung 10.7 Feuchte Reinigung 10.8 Konsolidierungsproben 10.9 Notsicherung 10.10Probenentnahme und -auswertung 11 Konservierungskonzept 11.1 Reinigung 11.1.1 Lose Staubauflage 11.1.2 Feste Staubauflage 11.1.3 Reduzierung weiterer Auflagen 11.2 Festigung 11.2.1 Ursprüngliche Fassungen 11.2.2 Grauer Anstrich 11.3 Sicherung der fragmentierten Bereiche 11.4 Retusche der überreinigten Oberfläche 12 Fazit und Ausblick Quellenverzeichnis Bibliografie Archivgut Internetquellen Mailverlauf Dr. Tocha, Veronika; Gipsformerei Charlottenburg Abbildungsnachweis Anhang Klimadatenaufzeichnung Bestandskartierung Zustandskartierung Befundlokalisierung Probenprotokolle Bericht zur FT-IR-Analyse (Probe P4) Rezepte (Agar-Agar-Gel, Gomma pane) Bezugsquellen der verwendeten Materialien |
| weitere Angaben: |
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| Download: |
Volltext der Hochschularbeit (pdf-Format, ca. 21.64 MB) |
| DOI (Digital Object Identifier) | 10.5165/hawk/558 |
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