Conference paper
Walz, Silja:
Material, Technologie und Polychromie der Stuckfragmente
Die Stuckfragmente aus der Michaeliskirche erlauben einzigartige Einblicke in Werkprozesse, Materialwahl und Gestaltungsstrategien eines Stuckdekors aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Der Beitrag bündelt die Forschungsergebnisse aus restauratorischer, technologischer und materialanalytischer Sicht anhand ausgewählter Befunde. Ausgehend von einer restauratorischen Bestandsaufnahme werden Materialzusammensetzung, Herstellungstechniken, Bearbeitungsspuren sowie Fassungsreste und Schichtabfolgen vorgestellt. Dabei waren nicht-invasive Verfahren ebenso im Einsatz wie mikroskopische und materialanalytische Methoden. Durch die Verbindung von restauratorischer Befundauswertung und materialanalytischen Methoden wird das Erkenntnispotenzial fragmentarischer Überlieferung aufgezeigt und eine fundierte Grundlage für weiterführende vergleichende Untersuchungen geschaffen.
Silja Walz M.A. studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei, Architekturoberfläche und Steinpolychromie bei Prof. Dipl.-Rest. Roland Lenz. Seit 2017 ist sie freiberufliche Restauratorin. Bereits während des Studiums konnte sie Erfahrungen mit diversen Fragmentkomplexen (Stuck, Stein, Wandmalerei) sowie dem Material Hochbrandgips sammeln.