Hochschularbeit

Kirsten Meyer: Gestrichenes Luxuspapier des 19. Jahrhunderts und seine Erhaltung Zurück

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Zusammenfassung: Gestrichene Luxuspapiere zeichnen sich neben dem Papierstrich durch eine aufwändige Gestaltung in verschiedenen Formen aus. Die Erhaltung dieser Objekte wird am Beispiel der Patenbriefsammlung aus dem Museum Europäischer Kulturen, Berlin thematisiert. Ein häufig auftretendes Schadensbild sind hier orange-braune bis schwarze Verfärbungen unterschiedlicher Ausprägung.
Anhand von Quellenliteratur und naturwissenschaftlichen Analysen wurde Bleiweiß, das rein oder als Ausmischung verwendet wurde, als Schadensursache identifiziert. Es werden endogene und exogene Einflussfaktoren aufgezeigt und in diesem Zusammenhang der Einfluss der verwendeten Hüllmaterialien mit Schadstofftests bewertet. In Bezug hierauf werden allgemeine Empfehlungen zur Schadstoffreduzierung und Möglichkeiten zur Verpackung der Patenbriefsammlung aufgezeigt.
Die in der Restaurierung zur Behandlung von Bleiweißverschwärzungen verwendete Wasserstoffperoxidbleiche wird an Probenmaterial und an einem Patenbrief angewendet und hinsichtlich ihrer Eignung und Notwendigkeit bei Patenbriefen kritisch diskutiert.
Vergleichend werden neben den Patenbriefen gestrichene Vorsatzpapiere aus dem Bestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar, die ebenfalls Verfärbungen aufweisen, beschrieben.

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Schlagworte: gestrichenes Papier, Papierstrich, Papierherstellung, 19. Jahrhundert, Bleiweißverschwärzungen, Schadstoffe, Wasserstoffperoxid, Patenbriefe, Luxuspapier, Buntpapier
Inhalt: 1. Einleitung
1.1 Ziele der Arbeit und Abgrenzung des Themas
1.2 Forschungsstand
1.3 Begriffsbestimmung zu gestrichenem Papier
2. Gestrichenes Luxuspapier und Beispiel Patenbriefe
2.1 Definition von Luxuspapier
2.2 Patenbriefe
2.2.1 Geschichtliche Entwicklung und Formen
2.2.2 Die Luxuspapier-Patenbriefe am Beispiel der Sammlung des MEK
2.2.2.1 Gestaltung und Formen der Patenbriefumschläge
2.2.2.2 Die Lagerung im MEK
3. Erhaltungszustand und Veränderungsphänomene gestrichener Luxuspapiere
3.1 Verfärbungen an Patenbriefen des MEK
3.2 Vergleich zu gestrichenen Vorsatzpapieren der HAAB
4. Quellenforschung zu Materialien und Herstellungstechniken
4.1 Papier
4.1.1 Rohstoffe
4.1.2 Herstellungsverfahren
4.1.3 Verwendete Papiere für Patenbriefe
4.2 Papierstrich
4.2.1 Rohstoffe
4.2.1.1 Pigmente
4.2.1.2 Bindemittel
4.2.1.3 Zusatzstoffe
4.2.2 Herstellungsverfahren
4.2.2.1 Das Streichen
4.2.2.2 Weitere Bearbeitung des Strichs
4.3 Lackierungen und Firnisse
4.4 Weitere Bearbeitung
4.4.1 Druck und Handkolorierung
4.4.2 Prägen und Stanzen
4.4.3 Ausstaffieren
4.5 Auswertung in Bezug auf die Verfärbungen
4.5.1 Verfärbungen der Patenbriefe
4.5.2 Verfärbungen der Vorsatzpapiere
4.5.3 Mögliche Schadensursachen
5. Forschung zu Schadensursachen
5.1 Quellen schwefliger Gase
5.2 Schadstoffmessungen der verwendeten Hüllmaterialien
5.2.1 Oddy-Test
5.2.2 Natriumazid-Test
5.3 Materialschädigungen durch schweflige Gase
5.3.1 Papier
5.3.2 Strich
5.3.3 Ausstaffierungen
5.3 Bewertung der derzeitigen Verpackung und Lagerung der Patenbriefsammlung im MEK
6. Empfehlungen zur Schadstoffreduzierung
6.1 Allgemeine Empfehlungen
6.2 Empfehlungen zur Verpackung und Lagerung der Patenbriefsammlung
7. Empfehlung zur Reduzierung der Verfärbungen
7.1 Versuchsreihe 1: Anwendung von Wasserstoffperoxid in der Gasphase
7.1.1 Wasserstoffperoxid in der Etherphase
7.1.2 Wasserstoffperoxid im Gore-Tex-Sandwich
7.1.3 Fazit
7.2 Versuchsreihe 2: Anwendung von Cyclododecan
7.2.1 Durchlässigkeit von verschiedenen Applikationsformen gegenüber Wasserstoffperoxid
7.2.2 Auswirkungen von CCD auf verschiedene Farben
7.2.3 Fazit
7.3 Anwendung an einem Patenbrief
7.3.1 Durchführung der Restaurierung
7.3.2 Fazit
8. Zusammenfassung

Literatur- und Quellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Verzeichnis der Arbeitsmaterialien

Anhang
I. Historische Rezepte
II. Analysenprotokolle
III. Arbeitsanleitungen zu Schadstofftests
IV. Probenherstellung

Eidesstattliche Erklärung

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weitere Angaben:
  • Hochschule:  HAWK Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen
  • Art der Arbeit:  Masterarbeit
  • Erstprüfer:  Prof. Dipl.-Rest. Ulrike Hähner
  • Zweitprüfer:  Herr Prof. Dr. Gerhard Banik
  • Abgabedatum:  2012
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  172
  • Abbildungen:  101

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