Hochschularbeit

Conny Sachse: Die Jungbrunnendarstellung der Dreckburg in Salzkotten. (In Zusammenarbeit mit Vanessa Knappe und Katja Wohlgemuth) Zurück
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Zusammenfassung: Die vorliegende Diplomarbeit umfasst die restauratorische Befundsicherung sämtlicher Wandflächen des Raumes mit der Jungbrunnen-Darstellung in der Dreckburg von Salzkotten. Dabei zeigten sich Fehlstellen in Putz- und Malschicht, Schollen- und Hohlstellenbildungen sowie eine starke Vergipsung/ Verkrustung, die das Hauptproblem der Jungbrunnen-Darstellung war.
Das Konservierungs- und Restaurierungskonzept wurde exemplarisch an der Jungbrunnen-Darstellung entwickelt. Die Konservierung wurde an der gesamten Jungbrunnen-Darstellung ausgeführt, Notsicherungsmaßnahmen erfolgten im gesamten Raum. Zur Putzfixierung wurden Hinterfüllmassen in Vorversuchen getestet. Die selbstdispergierte Masse basierend auf Weißkalkhydrat mit einem Ethanolzusatz wurde für die Hinterfüllung von Hohlstellen und Sicherung von Putzschollen verwendet. Versuche zur Fixierung von Malschichtschollen erfolgten im Randbereich der Jungbrunnen-Darstellung. Zur Anwendung kam die Fixierung von Malschichtschollen mit einem Celluloseether und einem Gemisch aus Celluloseether und der getesteten Injektionsmasse.
Testreihen für eine geeignete Reinigungsmethode erfolgten zunächst direkt auf der vergipsten Wandmalerei. Nach einer Vorfixierung mit Kasein wurde die gesamte Jungbrunnen-Darstellung mit Ammoniumcarbonat-Kompressen und lonenaustauschharz gereinigt.
An Probeplatten und kleinen Probeflächen vor Ort wurden Restaurierungsmörtel für Putzfehlstellen und flache Fehlstellen innerhalb der Malerei getestet. Dabei wurde ein, aus trocken gelöschtem Kalk bestehender, Mörtel für tiefe Fehlstellen konzipiert. Der Restaurierungsmörtel für flache Fehlstellen basiert auf industriell gefertigtem dispergiertem Weißkalkhydrat. Beide Mörtel wurden außerdem zur Anböschung von Putzabbruchkanten verwendet. Vorschläge zur Retusche wurden digital umgesetzt.

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Schlagworte: Dreckburg, Salzkotten, Hinterfüllmassen, Celluloseether, Ammoniumcarbonat-Kompressen, lonenaustauschharz
weitere Angaben:
  • Hochschule:  HAWK Hildesheim/ Holzminden/Göttingen
  • Art der Arbeit:  Diplomarbeit
  • Erstprüfer:  Prof. Dr. Ivo Hammer
  • Zweitprüfer:  Dipl.-Rest. Christel Meyer-Wilmes
  • Abgabedatum:  2006
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  376
  • Abbildungen:  440
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