Hochschularbeit

Michael Holzer: Schäden durch Insektenbefall – Umgang mit einer frühen Restaurierung: Das Spilman-Cello (spätes 16. Jhdt., Inv. Nr. 104 KHM/SAM) Zurück
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Zusammenfassung: Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Konservierung und Restaurierung eines Violoncellos aus dem späten 16. Jahrhundert, das sowohl deutsche als auch italienische bautechnologische Merkmale aufweist. Eine kunstgeschichtliche Einleitung gibt Aufschluss über den überlieferten Zustand und die bewegte Geschichte dieses Instruments. Nach einem schwerwiegenden, 19 Jahre unbehandelten Insektenbefall wurde das Instrument 1910 restauriert. Über 100 Jahre danach sind erneute Konsolidierungsmaßnahmen erforderlich und stellen die zentrale Aufgabe der Diplomarbeit dar. Erstmals wurde mittels GC/MS- und REM-Analyse die Kittmasse des Hofgeigenmachers Alfred Coletti untersucht und eine Mischung aus Erdpigment, tierischem Leim und Leinöl detektiert. Die wenigen historischen Lackreste am Instrument stellen eine schützenswerte Besonderheit dar und wurden zusätzlich in der Schadenskartierung erfasst, die als Grundlage für die Erstellung eines Restaurierungskonzeptes dienen sollte.
Im Rahmen der Diplomarbeit wurde eine exemplarische Teilrestaurierung am Violoncello durchgeführt. Innerhalb der Musterfläche wurde die lackierte Oberfläche wässrig mit Marlipal® bei einem pH-Wert von 5,5 gereinigt. Insektenfraßgänge wurden mit Paraloid B72 konsolidiert und mit einem modifizierten Leim-Kreidekitt aufgefüllt. Eine Totalretusche sollte die fehlerhaften, bestehenden Kittungen in den Hintergrund drängen.

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Schlagworte: Spilman, Cello, Padua, Insektenschäden, Konsolidierung, Kitt
weitere Angaben:
  • Hochschule: Akademie der bildenden Künste Wien
  • Art der Arbeit:  Diplomarbeit
  • Erstprüfer:  o.Univ.-Prof. Mag. Dipl.Ing. Wolfgang Baatz
  • Zweitprüfer:  Dr. Alfons Huber
  • Abgabedatum:  2019
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  144
  • Abbildungen:  142
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