Hochschularbeit

Christine Ramsl: Patina als Element der Oberflächengestaltung historischer Raumausstattungen. Darstellung der Reinigungsproblematik am Beispiel der Wohnräume Ludwigs II. in Schloss Neuschwanstein. Zurück
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Zusammenfassung: Schloss Neuschwanstein, ab 1869 von König Ludwig II. erbaut, gehört zu den meistbesuchtesten Schlössern in Deutschland. Schon seit dem Todesjahr des Königs 1886 ist es für die Öffentlichkeit zugänglich. Heute strömen mehr als 1,3 Millionen Menschen jährlich durch die historischen Räume. Dies bleibt nicht ohne sichtbare Folgen für die Ausstattung. Das sich heute darstellende vielfältige Erscheinungsbild der Holzoberflächen ist durch Pflegemaßnahmen, Berührungen von Besuchern und Lichteinwirkungen entstanden. In der vorliegenden Arbeit wird ein Behandlungskonzept für die holzsichtige Ausstattung unter Berücksichtigung der originalen Oberflächengestaltung erstellt. Voraus gingen dabei Studien der Quellenschriften des 19. Jahrhunderts und Untersuchungen der Oberfläche. Hierbei lag ein Schwerpunkt auf einer möglicherweise vom Hersteller aufgebrachten Patinierung der Holzflächen als Element der Raumgestaltung. Die durchgeführten Untersuchungen sowie die Geschichte der Pflege- und Restaurierungsmaßnahmen zeigten jedoch, dass die heute sichtbare partielle Patinierung im Laufe der Zeit gewachsen ist. Die als Schicht aufliegenden leinölhaltigen Pflegemittel gefährden den originalen Überzug und sollten gedünnt werden. Die unterschiedlichen Zustände der Oberfläche verlangen ein mehrstufiges Reinigungskonzept. Nach der erfolgten Reinigung sollte eine Schutzschicht aufgebracht werden, da die mechanische Beanspruchung durch Reinigungsmaßnahmen und die Berührung durch Besucher erheblich ist. Den Abschluss der Diplomarbeit bildet eine Auflistung weiterer Konservierungsmaßnahmen, die dringend notwendig sind, um die bedeutende Ausstattung des Historismus weiterhin zu erhalten.

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Schlagworte: Schloss Neuschwanstein, Patina, Patinierung, Pflegemaßnahmen, Pflegemittel, leinölhaltig
weitere Angaben:
  • Hochschule: HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/ Holzminden/Göttingen
  • Art der Arbeit:  Diplomarbeit
  • Erstprüfer:  Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl
  • Zweitprüfer:  Dipl.-Rest. Heinrich Piening
  • Abgabedatum:  2001
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  73
  • Abbildungen:  52
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